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Plastikverschmutzung – wo stehen wir?

Die weltweite Plastikverschmutzung hat sich über die letzten fünf Jahrzehnte hinweg verdoppelt. Aussagen des Guardian zufolge hat die Menschheit seit Mitte des 20. Jahrhunderts über 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Das entspricht dem Gewicht von mehr als 800’000 Eiffeltürmen. 91 % dieser 8,3 Milliarden Tonnen wurden nicht recycelt, sondern verbrannt, auf Deponien abgeladen oder in der Umwelt entsorgt. Durch COVID-19 hat sich dieser Zustand weiter verschlimmert – es ist höchste Zeit, dass wir gemeinsam etwas verändern.

Plastikverschmutzung im Jahr 2021 – wo stehen wir?
Es zeichnet sich ab, dass selbst die globale Pandemie nicht in der Lage war, die Plastikproduktion zu minimieren. Die COVID-Krise beschleunigt den globalen Plastikkonsum sogar um ein Vielfaches.

Schon bevor COVID-19 ausbrach, warnten Wissenschaftler, dass die globale Plastikverschmutzung in den nächsten acht bis neun Jahrzehnten stetig ansteigen wird. Das betrifft vor allem Entwicklungsregionen, für welche erwartet wird, dass sie eine Menge von 1300 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr überschreiten werden. Aus diesem Grund muss eine ordnungsgemässe Steuerung der Plastikverschmutzung die oberste Priorität der Umweltdiskussion in 2021 und den darauf folgenden Jahren haben.

Vorhersagen, die auf einem „Business-as-usual“-Wachstum basieren, sagen einen deutlich erhöhten Plastikverbrauch bis 2100 voraus.

Die Grafik zeigt den voraussichtlichen Plastikverbrauch bis 2100

Quelle: Eigene Darstellung; Material Economics, The Circular Economy, 2018 

Plastikverschmutzung beeinflusst dich mehr als du denkst
Ungefähr 90 % des globalen Plastikmülls landen am Ende in einer Mülldeponie, in der er umweltschädlich endgelagert wird. Diese Deponien sind einer der Gründe, warum der Boden und das Grundwasser zunehmend verseucht werden. Die Verschmutzung hat aber noch weitreichendere Folgen. Von dort breitet sie sich in Flüsse und andere Bereiche der Umwelt aus. Nach Aussagen von EURELCO existieren allein in Europa mehr als 500’000 Mülldeponien. Viele dieser Deponien haben ihren Standort in der Nähe von Städten, wodurch die Gefahr für die umliegenden Einwohner noch weiter steigt.

2018 wurden weltweit mehr als 27 Millionen Tonnen Plastikmüll auf Deponien abgeladen. Wenn dieser Plastikmüll kontinuierlicher Sonneneinstrahlung oder höheren Temperaturen ausgesetzt ist, wird ein noch gefährlicherer Stoff als CO₂ freigesetzt. In Folge der Wärme dünstet Stickstoffoxid (NOx) aus – ein Gas, das zehnmal gefährlicher ist als CO₂ und in größeren Mengen zu einer starken Gesundheitsgefährdung wird.

Gesetzesregelungen geben Anlass zur Hoffnung
Wie das am 18.4.2018 verabschiedete „EU-Kreislaufwirtschafts-Paket“. Es unterstützt unser Projekt sehr. Denn bis 2025 muss in der EU 50 % der Kunststoffverpackungen recycelt werden, bis 2030 sogar 55 %. Diese Bestimmungen erhöhen den Druck bzw. die Nachfrage und die Preise, welche die ENESPA AG und deren Projekt massgeblich unterstützt.

Die ENESPA AG realisiert als eines der ersten Unternehmen die Kreislaufwirtschaft für gemischte Kunststoffabfälle. Das heisst, die produzierten Kunststoffe können dem System als Rohstoff zurückgeführt werden und bleiben im System. Der Vorteil: Es werden einerseits (verbotene) Deponien und Verschmutzungen reduziert und andererseits wird weniger Rohöl verbraucht. Damit wird unsere Thermolyse-Anlage und das Recyclen von gemischten Kunststoffabfällen finanziell interessant und der Kunststoffabfall bekommt einen Wert.

Für unsere Kinder:
Ökologisch und wirtschaftlich
sinnvoll investieren

ENESPA AG wird ab der ersten Anlage positiven CashFlow erwirtschaften. Durch den Parallel-Betrieb von mehreren Anlagen steigen die Erlöse überproportional und dementsprechend der Unternehmenswert. Die Nachfrage nach dieser Technologie ist riesig. Momentan interessieren sich 18 Standorte in Deutschland für den Betrieb einer Anlage.

Die Wirtschaftsförderung des Industriepark «Schwarze Pumpe» zeigt sich am ENESPA-Projekt sehr interessiert. Aufgrund eingehender Prüfung deklarierte die zuständige Förderbank das Projekt als förderfähig. Nach der abgeschlossenen Bewilligung wird das Projekt durch die Förderbank unterstützt. Das Bewilligungsverfahren ist in Bearbeitung. (Stand Juli 2020)

Ziel ist, dass die erste 5‘000 kg/Tag-Anlage im Industriepark bis Ende 2020 in Betrieb ist. Sobald die Anlage stabil läuft, wird ENESPA weitere zehn Anlagen bauen und Schritt um Schritt auf vierzig Anlagen wachsen. Die zehn Anlagen sollen bis Ende 2021 in Vollbetrieb sein.

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