skip to Main Content

Untersuchung ENESPA AG durch FINMA

Im September 2018 hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) gegen die ENESPA AG ein Untersuchungsverfahren wegen vermuteter Banktätigkeit eröffnet. Der entsprechende Untersuchungsbericht liegt nun endlich vor. Die ENESPA AG kann dazu bis am 7. Februar 2019 Stellung nehmen und der Entscheid der FINMA sollte nachher in wenigen Tagen vorliegen. Für Investoren und auch für die Öffentlichkeit beschreiben wir nachstehend den Stand des Verfahrens.

Projektstand heute

Die ENESPA AG entwickelt (und betreibt später) Anlagen, um aus gemischtem Kunststoffabfall Rohöl zu produzieren. Solche Anlagen können nach Überzeugung der ENESPA AG wirtschaftlich betrieben werden, wodurch die Kreiswirtschaft mit gemischten Kunststoffabfällen ermöglicht wird. Der Betrieb einer solchen Anlage ist im Industriegebiet Schwarze Pumpe in Sachsen, Deutschland geplant, und die Prüfverfahren nach (BImSchG) sind weit fortgeschritten, ebenso die Bauplanung des Grundstücks. Die detaillierte Situation kann auf dieser Website nachgelesen werden. Die Entwicklung und der geplante Betrieb der Anlage läuft über die Tochterfirma Spatrol Betriebs GmbH in Deutschland.

Die geplante Finanzierung

Zur Finanzierung des Projekts Schwarze Pumpe wurden in einer ersten Phase an Investoren 5-jährige Obligationen mit 6.25% Zins angeboten. Die Investorensuche startete im Dezember 2017. Nach 5 Monaten konnten damit über CHF 3 Mio. gesammelt werden, welche laufend in das Projekt investiert wurden.

Im Juni 2018 wurde erkannt, dass durch weitere Obligationäre eine Überschuldung bei der ENESPA AG eintreten würde.

Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde deshalb eine Kapitalerhöhung geplant mit einer Zeichnungsfrist vom 3. September bis 20 November 2018. Innert kürzester Zeit zeichneten Aktionäre über CHF 750’000.- neues Aktienkapital. Weitere Investoren sind daran interessiert, Aktienkapital in der Grössenordnung von CHF 2 Mio. zu zeichnen.

Eingreifen der FINMA

Ab April 2018 erhielt ENESPA AG Fragen von der FINMA, welche zeitnah beantwortet wurden. Am 13. September 2018 hat die FINMA wegen des Verdachts der unzulässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen und damit einer möglichen unbewilligten Banktätigkeit gegen die ENESPA AG ein Untersuchungsverfahren eingeleitet, einen Untersuchungsbeauftragten eingesetzt und alle Bankkonten gesperrt.

Der Untersuchungsbeauftragte ist ermächtigt, anstelle der Organe der ENESPA AG zu handeln. Den Organen der ENESPA AG ist es nicht mehr gestattet, ohne Zustimmung des Untersuchungsbeauftragten zu handeln. Im Weiteren wurde der Untersuchungsbeauftragte von der FINMA beauftragt, den Sachverhalt abzuklären und zuhanden der FINMA einen Untersuchungsbericht zu erstellen.

Weitere Arbeiten der FINMA und der ENESPA AG

Der entsprechende Untersuchungsbericht liegt  nun endlich seit 16. Januar 2019 vor.
Im Untersuchungsbericht werden gewisse, aus Sicht der ENESPA AG, kleine Formfehler vorgeworfen. Der Untersuchungsbeauftragte hat zudem bei einer Revisionsstelle die Erstellung eines geprüften Zwischenabschlusses per 30. September 2018 in Auftrag gegeben. Die beauftragte Revisionsstelle hat im entsprechenden Revisionsbericht per praktisch alle immateriellen Aktiven mit CHF 1.- bewertet, obwohl z.B. der ENESPA AG zur Verfügung stehende Patente durch einen unabhängigen Spezialisten auf Euro 800’000 bewertet wurden. Die Einzahlungen von neuen Aktionären und die noch offenen Einzahlungen von weiteren Obligationären wurden nicht mehr zugelassen und blockiert. Das führt dazu, dass der Revisionsbericht der Revisionsstelle von einer Überschuldung der ENESPA AG ausgeht.

ENESPA AG kann nun bis zum 7. Februar 2019 zum Untersuchungsbericht Stellung nehmen. Der Entscheid der FINMA darf danach rasch erwartet werden.

Während der Untersuchungszeit wurde am Projekt Schwarze Pumpe weiter gearbeitet, so dass nun Bebauungspläne des Grundstücks im Industriepark Schwarze Pumpe vorliegen und das Genehmigungsverfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung positiv abgeschlossen werden konnte. Die gesamte Prüfung durch das Staatsministerium für Umwelt und Landschaft ist in Arbeit, und der Bescheid sollte gegen Ende März 2019 vorliegen.

Was bedeutet das für die Investoren und für unser Projekt?

Der von der FINMA geäusserte Verdacht einer unzulässigen aufsichtsrechtlichen Tätigkeit ist aus Sicht der ENESPA AG unbegründet. Wir gehen zudem aus heutiger Sicht davon aus, dass bei einer korrekten Bewertung der immateriellen Aktiven keine Überschuldung der ENESPA AG vorliegt und eine allenfalls notwendige Sanierung der ENESPA AG mit dem Einverständnis der FINMA möglich sein wird. Dennoch müssen wir erwähnen, dass die FINMA schlimmstenfalls über die ENESPA AG den Konkurs eröffnen könnte.

Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die FINMA unsere Darstellung akzeptieren und eine allenfalls notwendige Sanierung ermöglichen wird. Gerne werden wir Sie zu gegebener Zeit über die weiteren Schritte informieren. Wir freuen uns auf die Zeit nach dem Abschluss des Verfahrens, wenn wir uns wieder vollumfänglich dem Projekt widmen können.

Warum werden Investoren erst jetzt informiert?

Wir hofften von Woche zu Woche, dass wir Entscheide haben, die wir kommunizieren können. Leider ist das erst jetzt der Fall.

Wann erhalten die Obligationäre die ersten Zinszahlungen?

Die ENESPA AG darf die Zinszahlungen erst auslösen, wenn sie von der FINMA als saniert bestätigt wird. Wir schätzen heute, dass dieser Prozess, sofern die FINMA die Sanierung zulässt, zwischen 1 bis 4 Monaten dauern kann.

Ein Problem wird ökologisch, elegant und sinnvoll gelöst

ENESPA AG wird ab der ersten Anlage positiven CashFlow erwirtschaften. Durch den Parallel-Betrieb von mehreren Anlagen steigen die Erlöse überproportional und dementsprechend der Unternehmenswert. Die Nachfrage nach dieser Technologie ist riesig. Momentan (September 18) interessieren sich 18 Standorte in Deutschland für den Betrieb einer Anlage.

Die Wirtschaftsförderung des Industriepark «Schwarze Pumpe» zeigt sich am ENESPA-Projekt sehr interessiert. Aufgrund eingehender Prüfung deklarierte die zuständige Förderbank das Projekt als förderfähig. Nach der abgeschlossenen Bewilligung wird das Projekt durch die Förderbank unterstützt. Das Bewilligungsverfahren ist in Bearbeitung. (Stand Ende September 2018)

Die Testanlage der Spatrol®-Thermolyse hat sich bewährt und produzierte während 14 Tagen kontinuierlich und problemlos. Lieferanten- und Abnahmeverträge sind gesichert und der Standort für den Betrieb der ersten Anlage bereit. Der Industriestandort «Schwarze Pumpe» in Sachsen wird die erste Anlage beherbergen. Die Standortplanung und das Bewilligungsverfahren sind in Arbeit. Das Projekt wurde durch die Förderbank als «förderfähig» eingestuft. Nach dem positiven Bewilligungs-Entscheid  erhält das Projekt der ENESPA AG Fördergelder.

Back To Top