Unser Fundament und Ursprung aller Technologien sind Forschung und Entwicklung.

 

Unser Laborleiter und promovierter Chemiker, Dr. rer. nat. Albert Paparo, zeigt Ihnen unsere lineare Plastic-to-Oil Anlage. Das Ergebnis ist hochwertiges, schwefelarmes Produktöl.

 

Heute schwimmt eine Insel aus Plastik in den Weltmeeren, die viermal grösser ist als Deutschland. Aus solchem gemischten Plastikabfall verarbeiten wir mit unserem Recyclingsystem – nahezu CO₂-neutral hochwertiges Produktöl.

 

Dass das reibungslos funktioniert und die Anlagen rund laufen, braucht’s ganz viel Wissen und Technik.

Plastic-to-Oil Anlage

In unserem Thermolyse-Prozess bleibt die chemische Energie des Plastikabfalls bis zu 90 Prozent erhalten.

 

Der Prozess fängt damit an, dass der geschredderte Kunststoff in die Bufferbox eingespeist wird. Dort können wir 21 Kubikmeter Material vorhalten und abgewogen, welches für die Bilanzierung und für den weiteren Prozess sehr wichtig ist. Das Material gelangt danach in den Plastifikator. Darin wird mittels zwei gegenläufigen «Schnecken» alles erhitzt und im «Teig geknetet» wird. Dieses vorgewärmte Material gelangt dann in einen noch heisseren Teil, und zwar durch ein Ventil in den Extrudor. Dieser Extrudor verflüssigt das Material, sodass es in das Reaktorrohr gelangt.

 

In diesem Reaktorrohr erfolgt der eigentliche Prozess, wo der Kunststoff auf bis zu 600 Grad erhitzt wird. Bei diesen Temperaturen geschieht die Thermolyse. Das ist eine chemische Reaktion, wo lange Kohlenwasserstoffketten – denn nichts anderes sind Kunststoffe – in kürzere Teile «zerschnippelt» werden. Diese kürzeren Kohlenwasserstoffmoleküle sind je nach Kettenlänge wachsartig, flüssig oder gasförmig. Wachse oder Additive wie Farbstoffe werden über den Austrag gesammelt.

 

Die Thermolyseöle werden in der ersten Stufe in der Hochtemperaturkondensation bei bis zu 80 Grad Celsius kondensiert. Dieses Material kann man später austragen und sammeln. Eine weitere Kondensationsstufe findet bei bis zu 10 Grad Celsius statt. Auch dieses Material wird gesammelt und zur Verfügung gestellt. Alles, was bis zu 10 Grad Celsius nicht aus kondensiert ist, gelangt durch einen Wasserbubbler in den Gasaustrag. Dieses Gas kann man zur Energienutzung verwenden.

 

Albert Paparo

Dr. rer. nat. Albert Paparo hat in seiner Heimatstadt Aachen Chemie studiert. Seine Masterarbeit zur Aktivierung von Kohlenstoffdioxid hat er am MIT (Massachusetts Institute of Technology) unter der Leitung von Professor Kit Cummins und seine Doktorarbeit hat er an der RWTH Aachen University unter Professor Jun Okuda geschrieben.

 

Sein Gespür, Wissen und Erfahrung ist von unschätzbarem Wert für die enespa. Im Labor prüft er die Qualität des Produktöls und erstellt eine exakte Dokumentation der Mischung und zusammensetzung.

 

Als Laborleiter ist es seine Aufgabe die Prozesse wissenschaftlich zu begleiten, zu dokumentieren und zur Verbesserung aktiv mitzuwirken.

 

Film ab – Schauen Sie rein

Schauen Sie in unser Video rein wie wir aus gemischtem Plastikabfall mit Plastifikator, Extrudor und Thermolyse Kreislaufwirtschaft at its best betreiben und viel Wert generieren.

 

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